
„Kultur der Vielfalt in Bielefeld“
Bielefeld-Bethel. Bielefeld ist vielfältig – durch die Menschen mit ihren Perspektiven, Lebenswelten, Träumen und Ideen. Diese Vielfalt ist eine große Stärke, sie sorgt für geistige Offenheit und macht die Stadt lebendig und kreativ. Dennoch erleben viele Menschen Hürden und Diskriminierungen im Kulturbereich. Das möchten die Theaterwerkstatt Bethel, das städtische Dezernat für Kultur, Schule, Sport und Bürger und der Bielefelder Kulturpa©t e.V. gemeinsam ändern. Sie haben jetzt in der Betheler Theaterwerkstatt das Projekt „Kultur der Vielfalt in Bielefeld“ gestartet. Mit dabei waren mehr als 50 Engagierte und Verantwortliche aus Kunst, Kultur, Politik und Verwaltung sowie aus den Bereichen Soziales, Bildung, Marketing und Stadtentwicklung.
Die „Volxakademie für inklusive und diverse Kultur“ der Theaterwerkstatt Bethel gibt mit dem neuen Projekt im Rahmen der Umsetzung des 2. Bielefelder Kulturentwicklungsplans in den kommenden drei Jahren Gelegenheit, die kulturelle Vielfalt in Bielefeld in einem kommunikativen Prozess voranzubringen.
Es besteht die Möglichkeit, das Projekt von Beginn an aktiv mitzugestalten. Außerdem gibt es Raum für Austausch, Ideenentwicklung und Vernetzung. Ziel ist es, gemeinsam Bedarfe und Visionen zu formulieren und konkrete Schritte für eine vielfältige, inklusive Stadtgesellschaft zu erarbeiten.
Nach künstlerischen Impulsen durch Mona Schein (Saxophon) und Muharrem Karakuzu (Kanun) diskutierten die Beteiligten über ein mögliches Grundverständnis für eine Kultur der Vielfalt in Bielefeld. Anschließend entwickelten sie sogenannte „Kulturermittlungsformate“: Methoden, um bisher in der öffentlichen Kultur unterrepräsentierte Gruppen zu erreichen und deren Interessen und Bedarfe herauszufinden.
Matthias Gräßlin, Leiter der Theaterwerkstatt Bethel: „Wir freuen uns sehr über die Resonanz von Engagierten und Verantwortlichen für zahlreiche Bereiche der Stadtkultur und die Bereitschaft, sich in diesem Projekt gemeinsam auf den Weg zu machen, das vielfältige Kulturangebot in Bielefeld zugänglicher und bisher für viele unbekannte kulturelle Aktivitäten sichtbar werden zu lassen.“
- Bildzeile: Matthias Gräßlin (v.l.), Leiter der Theaterwerkstatt Bethel, Bielefelds Schul- und Kulturdezernentin Birgit Beckermann, Christina Osei, Mitglied im Bielefelder Kulturausschuss und Kulturausschussvorsitzende im Landtag NRW, und Bethel-Vorstandsvorsitzender Pastor Dr. Bartolt Haase wollen gemeinsam Hürden im Kulturbereich für Menschen mit Einschränkungen abbauen.
- Foto: Gunnar Kreutner / v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel