Pressemitteilung

Tag der Ausbildung in Bethel

Eine Mitarbeiterin informiert eine junge Frau an einem Stand.

Carla, Schülerin auf dem Wirtschaftsgymnasium, ließ sich die vielseitigen Berufsmöglichkeiten im Gesundheitswesen erklären.

Berufsstart zwischen Rohrzange und Pflegebett

Bielefeld-Bethel. Vielfältige Ausbildungsmöglichkeiten kennenlernen, persönliche Beratung erhalten und berufliche Perspektiven entdecken: Beim neunten Tag der Ausbildung in Bethel haben mehr als 250 Jugendliche und junge Erwachsene die Chance genutzt, mehr über die beruflichen Angebote Bethels zu erfahren. Im Haus Sarepta konnten sie mit Fachleuten sowie aktuellen Auszubildenden aus den Betheler Arbeitsfeldern ins Gespräch kommen, Fragen stellen und herausfinden, welcher berufliche Weg zu den eigenen Interessen und Stärken passt.

Lichtschalter, Wasserhahn und Rohrzange an einem Stand wiesen darauf hin, dass hier die Gebäudetechnik Bethel vertreten war. Im persönlichen Austausch informierten Robin Lömker und Azubi Marcel Weges über die Ausbildungsinhalte im Elektro- sowie Heizungs- und Sanitärbereich. „Wir decken vom kleinen Privathaus bis zum großen Krankenhaus alles ab“, sagte Robin Lömker. „Das ist zum Lernen häufig deutlich spannender als kleine Betriebe, die nur Privatkunden kennen.“ 

Ein besonderer Schwerpunkt lag in diesem Jahr auf den Themen Inklusion und berufliche Teilhabe. An mehreren Ständen, wie des Integrationsfachdienst, des Berufsbildungswerk oder des LWL, fanden junge Menschen mit Behinderungen sowie Förderschüler passende Ansprechpartnerinnen und -partner für gezielte Beratungs- und Orientierungsangebote.

Gut besucht wurden die Stände zu den kaufmännischen und Verwaltungsberufen sowie dem Betheljahr. Hier erkundigten sich die zukünftigen Berufseinsteiger nicht nur nach den Ausbildungsinhalten und Einsatzgebieten, sondern auch nach Gehalt, Urlaubstagen und Arbeitgebervorteilen. Speziell die Corporate Benefits und Sportangebote für Azubis stießen bei ihnen auf offene Ohren. Einen Raum weiter herrschte in der Lehrküche der Schule für Diätassistenz reges Treiben. Interessierte konnten bei einem Würfelspiel testen, wie viele Fragen sie zu den Ausbildungsinhalten Lebensmittelkunde oder Diätetik richtig beantworten konnten. Direkt nebenan zeigten aktuelle Auszubildende, wie der Body-Mass-Index sowie der Muskel-, Wasser- und Fettanteil im Körper bestimmt werden.

Zwei Auszubildende erklären einem Interessiertem ihre Arbeit.
Die Auszubildenden der Pflegeschule Nazareth, Svenja Bock und Daniel Potthoff (v.r.), zeigten Viktor Lagoski, wie man Patienten mit einem Lifter sicher aus dem Bett befördert. Fotos: Barbara Franke

Am Stand der Pflegeschule vom Evangelischen Klinikum Bethel zeigten die beiden Berufsschülerinnen Dana und Elisa großes Interesse an einer Ausbildung. „Meine Eltern arbeiten beide in der Pflege, dadurch hatte ich schon erste Berührungspunkte“, berichtete Elisa, die sich nach den Eindrücken und Gesprächen eine berufliche Zukunft in Bethel gut vorstellen kann: „Die Arbeit mit Menschen gefällt mir, und man erlebt jeden Tag etwas anderes.“ Im Skills-Lab der Pflegeschule Nazareth konnten die jungen Erwachsenen verschiedene Pflegesituationen sogar hautnah erleben. Am Krankenbett demonstrierten die Auszubildenden Daniel Pothoff und Svenja Bock, wie Patientinnen und Patienten mit dem Lifter möglichst rückenschonend aus dem Bett gehoben werden können. 

„Auch wir merken den allgemeinen Rückgang an Bewerbungen“, sagt Organisator Paul-Christian Luschnat. „Deshalb ist der Tag der Ausbildung so wichtig. Wir freuen uns über jeden, den wir vom Berufsstart bei Bethel überzeugen konnten.“

Fotos zum Download