Bethel - Tag der Organspende

Pressemitteilung

Tag der Organspende

Ort des Gedenkens für Organspende in Bethel eingeweiht

Bielefeld-Bethel. Zum Tag der Organspende am 6. Juni wurde jetzt im Evangelischen Klinikum Bethel (EvKB) ein „Dank.Mal“ eingeweiht. Das Kunstwerk ist Organspendern und ihren Angehörigen gewidmet, steht für das Engagement Bethels und erinnert daran, dass viel zu tun bleibt. 

Das „Dank.Mal“ mit dem Titel „Flügel des Lebens“ hängt in Form eines farbenfrohen Bildes im Eingangsbereich der Kapelle im Haus „Gilead I“ im EvKB. Im Mittelpunkt des illuminierten Werkes des Bielefelder Künstlers Karl Wachtmann steht das Motiv des Schmetterlings. 

Es steht für Verwandlung – und dafür, dass Organspender Leben über das eigene hinaus ermöglichen und ein Zeichen für menschliche Verbundenheit setzen. „Weil wir ihnen nicht mehr persönlichen danken können, möchten wir damit ein Symbol des Dankes und der Wertschätzung für die Organspender schaffen und dem Thema Gesicht und Sprache geben“, erklärte Dr. Friedhelm Bach, Transplantationsbeauftragter Arzt im EvKB. Er erläuterte, dass das EvKB seit 2017 als eines der ersten in NRW zu den „Entnahmekrankenhäusern“ mit einer hauptamtlichen Transplantationskoordination gehört. Seitdem habe das Team bereits 80 Organspenden mit insgesamt 288 entnommenen Organen begleitet. „Damit konnten wir 288 Menschen helfen und Leben retten.“ Als Teil des Universitätsklinikum OWL der Universität Bielefeld wurde Organspende zudem in der Medizinerausbildung etabliert.

Die Bedeutung des Engagements würdigten auch Pastor Dr. Bartolt Haase, Vorstandsvorsitzender der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel, die EvKB-Geschäftsführer Thorsten Kaatze und Dr. Matthias Ernst sowie Bielefelds Bürgermeisterin Miriam Welz. Sie sagte: „Organspende bedeutet nicht nur hochspezialisierte Medizin, sie bedeutet auch menschliche Begleitung und würdevolles Handeln.“ Vor diesem Hintergrund dankte sie dem EvKB-Team für „gelebte Verbundenheit, Solidarität und Menschlichkeit“.

Miriam Welz und Dr. Friedhelm Bach betonten, dass auf gesellschaftlicher und politischer Ebene viel zu tun bleibt. „Jahr für Jahr warten rund 9.000 Menschen in Deutschland auf Organspenden – oftmals vergeblich“, erläuterte Dr. Bach. Dialysepatienten warteten beispielsweise im Schnitt acht Jahre auf eine Spenderniere, viele würden sich mit dieser Perspektive häufig selbst von der Warteliste nehmen.

„Mit dem ,Dank.Mal‘ verbessern Sie die Rahmenbedingungen für Organspenden und machen das Thema sichtbar. Hier ist nicht nur ein Erinnerungsort entstanden, sondern auch ein Zeichen für Mitgefühl, Verantwortung und Dankbarkeit in unserer Stadt“, fasste Miriam Welz zusammen. 

 

  • Bildunterzeile: Einweihung im feierlichen Rahmen: (v. l.) Bürgermeisterin Miriam Welz, Künstler Karl Wachtmann, Pastor Dr. Bartolt Haase und Dr. Friedhelm Bach am „Dank.Mal“ vor der Kapelle im Haus Gilead I. Es macht Dankbarkeit sichtbar, zeigt Angehörigen und Mitarbeitenden Wertschätzung und erinnert daran, wie weit Menschlichkeit reichen kann. 
  • Foto: Mario Haase