Bethel - Teilnahme am Projekt Stadionschule

Pressemitteilung

Teilnahme am Projekt Stadionschule

Schüler aus Bethel erhalten Freikarten für Arminia-Heimspiel

Bielefeld-Bethel. Riesenjubel an der Schule am Schlepperweg in Bielefeld-Eckardtsheim: 15 Schülerinnen und Schüler der Betheler Förderschule sind jetzt vom DSC Arminia Bielefeld zu einem Heimspiel in der kommenden Saison eingeladen worden. Mit ihrem Besuch der Stadionschule in der Schüco-Arena sorgten sie in dieser Woche dafür, dass die seit 2010 bestehende Initiative des DSC Arminia und des Bielefelder Fan-Projektes die Schallmauer von 7.000 Teilnehmenden genommen hat.

„7.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Projekt Stadionschule – das ist eine unfassbare Zahl“, sagte Christoph Wortmann, Geschäftsführer des DSC Arminia, als er die Acht- und Neuntklässlerinnen und -klässler aus Bethel im „Sechzehner“ in der Westtribüne des Stadions begrüßte und die umjubelte Einladung aussprach. „Damit ihr euch vorstellen könnt, wie viele das sind: 7.000 Menschen passen hier im Stadion auf die Südtribüne“, verdeutlichte Wortmann. 

Die Stadionschule ist ein außerschulischer Lernort in der Schüco-Arena. Berufsorientierung, politische Bildung und Persönlichkeitsentwicklung stehen im Mittelpunkt. Rund 20 Mal im Jahr verbringen Schulklassen aus Förder-, Real-, Sekundar- und Gesamtschulen jeweils drei Tage im Stadion. In dieser Woche lernten die Teilnehmenden der Schule am Schlepperweg verschiedene Berufsfelder kennen und setzten sich mit dem Thema Antisemitismus auseinander. Um das zu ermöglichen, arbeitet das Team der Stadionschule mit externen Partnern zusammen. In dieser Woche gaben unter anderem ein Koch, ein Maurer vom Handwerksbildungszentrum und eine Friseurin vom Verein Berufliche Ausbildung und Qualifizierung Jugendlicher und Erwachsener lebendige und anschauliche Einblicke in ihre Berufe. Außerdem informierte ein Team des Umweltbetriebs der Stadt Bielefeld die Schülerinnen und Schüler über den Garten- und Landschaftsbau.

 

 

„Mit dem Verein Zweitzeugen e. V. haben wir außerdem einen Partner für die politische Bildung an unserer Seite. Das Ziel ist es, Jugendlichen einen niedrigschwelligen Zugang zur Erinnerungsarbeit zu ermöglichen“, berichtete Dominic Ionescu vom Bielefelder Fan-Projekt. Er ist überzeugt vom Konzept: „Die drei Tage geben uns die Zeit, intensiv mit den Schülerinnen und Schülern zu arbeiten. Der besondere Lernort Stadion eröffnet einen ganz eigenen Zugang.“ Als Partner ist seit dem Startschuss des Projektes auch die Regionale Personalentwicklungsgesellschaft (REGE) der Stadt Bielefeld dabei. „Die Stadionschule ist mittlerweile zu einem Leuchtturm der Berufsorientierung in Bielefeld geworden“, betonte Claudia Hilse, Leiterin der kommunalen Koordinierung der REGE.

Für seine Schülerinnen und Schüler sei die Teilnahme an der Stadionschule in mehrfacher Hinsicht wertvoll, sagte Joscha Conze, Lehrer an der Betheler Schule am Schlepperweg: „Einen passenden Beruf zu finden wird in dieser sich so schnell verändernden Welt für viele immer schwieriger. Da können Eltern mit ihren Erfahrungen von früher oft nicht mehr behilflich sein. Mindestens genauso wichtig wie die Berufsberatung sind die gesellschaftspolitischen Themen, die in der Stadionschule behandelt werden.“ Einen weiteren wesentlichen Aspekt nannte Claudia Hilse von der REGE: „Bei manchen Jugendlichen, die viel in der virtuellen Welt unterwegs sind, bestehen Ängste vor Begegnungen in der realen Welt, zum Beispiel für ein Vorstellungsgespräch bei einem potenziellen Arbeitgeber. Die Stadionschule hilft, Hemmschwellen abzubauen.“

 

Bildzeilen: 

  • Bethel_Stadionschule_Schlepperweg_26-157.jpg: Die Schülerinnen und Schüler der Betheler Schule am Schlepperweg besuchten die Stadionschule in der Bielefelder Schüco-Arena.
  • Bethel_Stadionschule_Schlepperweg_26-013.jpg: Koch Christian Wolfes ermöglichte den Betheler Schülerinnen und Schülern im „Sechzehner“ in der Westtribüne des Stadions Einblicke in seinen Beruf. 

Fotos: 

  • Christian Weische / v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel