Widerspruchslösung bei Organspende

Pressemitteilung

Widerspruchslösung bei Organspende

Bethel-Chef mahnt Aufklärung in leichter Sprache an

Bielefeld-Bethel. Bethel-Chef Pastor Dr. Bartolt Haase spricht sich dafür aus, die Widerspruchsregelung bei der Organspende einzuführen. „In unseren Krankenhäusern erleben wir bei den durchgeführten Transplantationen immer wieder, wie Menschen durch eine Organspende buchstäblich ins Leben zurückgeholt werden. Gleichzeitig wissen wir, wie viele auf der Warteliste noch auf Spenderorgane hoffen“, so der Vorstandsvorsitzende der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel.

Haase betont aber gleichzeitig, dass bei der Einführung der Widerspruchsregelung alle Menschen inhaltlich mitgenommen werden müssen. Besonders Menschen mit Behinderung müssten eine spezielle Aufklärung erhalten. „Es braucht hier vor allem barrierearme Zugänge in leichter Sprache, damit auch Menschen mit Einschränkungen diese Entscheidung bei vollem Verständnis der Sache treffen können.“

Das Evangelische Klinikum Bethel gehört mit rund 50 Organtransplantationen jährlich zu den bedeutendsten Entnahmekrankenhäusern in NRW. Mehr als 8.000 Menschen warten zurzeit in Deutschland auf ein Spenderorgan, im gesamten Jahr 2025 wurden insgesamt lediglich 985 Organe postmortal transplantiert. Weniger als ein Prozent der Bevölkerung von über 80 Millionen Einwohnern sind als Spender im Organspender-Register eingetragen, obwohl rund 75 bis 80 Prozent der Bevölkerung der Organspende positiv gegenüberstehen. 

 

  • Foto: Christian Weische