Frank Mintz und Rainer Haarmann halten ein Fotoalbum mit Bildern von ihrer USA Reise hoch und lächeln.
Rainer Haarmann posiert mit Donald Duck für ein Foto
Einmal Donald Duck treffen – diesen Wunsch erfüllte sich Rainer Haarmann in Disneyland.

Donald Duck die Hand schütteln, das spektakuläre Panorama am Grand Canyon erleben und San Francisco mit den berühmten Cable Cars erkunden – die Wunschliste von Rainer Haarmann war lang, als er im vergangenen Herbst gemeinsam mit seinem Betreuer Frank Mintz in die USA flog. „Es war eine einzigartige Reise, die man nur einmal im Leben macht“, schwärmt der Bethel-Mitarbeiter aus dem Haus Voerder Straße in Hagen. 

„Weißt du noch, als der Spiegel vom Camper abgefallen ist, weil die Strecke im Nationalpark so holprig war?“, fragt Rainer Haarmann lachend. „Als könnte ich das vergessen“, grummelt Frank Mintz. Vor allem die abenteuerliche Fahrt ohne Außenspiegel auf dem achtspurigen Highway in Kalifornien ist dem Betreuer lebhaft in Erinnerung geblieben. Neben Sightseeing-Touren in New York und San Francisco legten die Urlauber insgesamt 2.800 Kilometer im Wohnmobil entlang der US-Westküste zurück. 

„Ich hätte diese Reise nicht mit jedem gemacht“, betont Frank Mintz. Der Heilerziehungspfleger begleitete und unterstützte Rainer Haarmann privat auf seinem Urlaubstrip. Beide kennen sich schon lange. Sie feierten im vergangenen Jahr ihr 40-jähriges Bethel-Jubiläum – der eine als Mitarbeiter, der andere als Klient. Auch wenn sie nicht immer zeitgleich in denselben Häusern waren, riss der Kontakt nie ganz ab. Seit drei Jahren sind sie nun wieder vereint im Haus Voerder Straße, einer Einrichtung für Menschen mit Epilepsie und geistigen Behinderungen. Die Männer verbindet noch mehr: Beide kommen aus Dortmund und haben sogar am selben Tag Geburtstag. „Aber ich bin ein Jahr älter!“, stellt Rainer Haarmann klar. 

Rainer Haarmann und Frank Mintz posieren gemeinsam vor dem Grand Canyon.

Der Ausflug zum Grand Canyon war für Rainer Haarmann und Frank Mintz ein unvergessliches Erlebnis.

Rainer Haarmann steht im Dortmund-Trikot vor einem Irish Pub.

In San Francisco gibt es einen offiziellen Dortmund-Fanclub, der sich im Irish Pub trifft.

Frank Mintz und Rainer Haarmann machen ein Selfie vor der Freiheitsstatur

Ein Trip zur Freiheitsstatur gehört für die beiden Urlauber zur USA-Reise dazu.

Eine weitere Gemeinsamkeit: Die beiden Ruhrpottler sind echte BVB-Fans. Und als solche fieberten sie auch tausende Kilometer entfernt mit, als der Lieblingsverein spielte. In einem Irish Pub schauten sie – natürlich im schwarz-gelben Trikot – zusammen mit Anhängern von „Borussia von Bay“, dem offiziellen Dortmund-Fanclub in San Francisco, ein Bundesligaspiel. „Halb zehn am Morgen ist allerdings nicht meine Zeit zum Fußballgucken“, resümiert Frank Mintz. „Aber es war ein tolles Erlebnis, auch wenn wir das Spiel leider verloren haben!“ 

Ein besonderes Highlight für Rainer Haarmann war der Besuch im Disneyland in Kalifornien. „Ich habe dort alle getroffen: Micky Maus, Donald Duck, Pluto“, zählt er auf. „Es war richtig schön, das Disneyschloss zu sehen. Das kennt man ja nur aus dem Fernsehen.“ Weil er so gerne Freizeitparks mag, unternahm Frank Mintz mit ihm einen weiteren Ausflug: In den Universal Studios Hollywood in Kalifornien tauchten sie ein in die Welten von Jurassic Park und Harry Potter. „Bei der Stuntshow zu Waterworld saßen wir in der ersten Reihe und sind pitschnass gespritzt worden“, berichtet Rainer Haarmann amüsiert. Begeistert haben ihn auch die ausgefallenen Fahrzeuge, wie das Steinzeitmobil der Familie Feuerstein. 

Rainer Haarmann steht vor einem bunten Cable Car.
Die Cable Cars sind ein Wahrzeichen von San Francisco.

„Die Reise war für mich ein buntes Kaleidoskop aus Abenteuer und Erlebnis, aber auch Arbeit“, fasst Frank Mintz zusammen. Er hatte die Reise mit allen Ausflügen und Routen nicht nur vorgeplant, sondern war auch im Urlaub für reibungslose Abläufe verantwortlich. „Für mich war der lange Flug anstrengend. Ich musste mich wegen der Zeitverschiebung erst an den neuen Rhythmus gewöhnen, vor allem was meine Medikamente betrifft“, so Rainer Haarmann. 

Beeindruckt waren die Urlauber vom Grand Canyon. „Wenn man in Arizonas Sternenhimmel schaut, wird einem bewusst, wie klein man ist“, sagt Frank Mintz. Die tiefen Schluchten, die rötlichen Felsen, die weiten Landschaften – für die beiden Dortmunder bleiben diese Eindrücke unvergesslich. „Dort kam richtiges Western-Feeling auf“, betont der Bethel-Mitarbeiter. Der Cowboy-Hut, den sich Rainer Haarmann bereits am Anfang ihrer USA-Reise gekauft hatte, passte perfekt zur Wildwest- Idylle und bestärkte das Gefühl von Abenteuer und Freiheit. 

Nun hängt der Cowboy-Hut am Schrank in Rainer Haarmanns Zimmer in Hagen und erinnert ihn jeden Tag an die eindrucksvollen Erlebnisse an der US-Westküste. Wenn den 64-Jährigen das Fernweh packt, schaut er sich das Fotoalbum an, in dem Frank Mintz für ihn die einzigartigen Eindrücke festgehalten hat. Manchmal blättern die beiden auch gemeinsam in dem Buch und schwelgen in Erinnerungen an Sonnenuntergänge an der Pazifischen Küste, die Freiheitsstatur auf Liberty Island oder die Fahrt durch die Mojawe Wüste. 

 

Text: Christina Heitkämper | Bild: privat und Christian Weische

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Rainer Haarmann reiste mit seinem Betreuer Frank Mintz in die USA. Sie sahen New York, San Francisco und den Grand Canyon und fuhren 2.800 km mit dem Wohnmobil. Sie erlebten Abenteuer, besuchten Disneyland und schauten Fußball. Die Reise war für beide unvergesslich.

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