Bethel - Bethels Pflegedirektorin für politische Haltung ausgezeichnet

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Bethels Pflegedirektorin für politische Haltung ausgezeichnet

Gruppenfoto bei der Preisverleihung

Preisverleihung im Maritim Hotel Düsseldorf: (v.l.) Sandra Postel, Präsidentin der Pflegekammer NRW, Jens Albrecht, Vizepräsident der Pflegekammer NRW, Petra Krause, Sonja Wolf, Leiterin der AG Gewalt und Juryvorsitzende, und NRW-Gesundheitsmininister Karl-Josef Laumann. Foto: Daniel Koebe/Pflegekammer NRW

Pflegepreis NRW 2026

Petra Krause, Pflegedirektorin des EvKB - Evangelisches Klinikum Bethel - und des Krankenhauses Mara in Bielefeld sowie Leiterin der Gesundheitsakademie des Betheler Klinikums, ist gestern, am 12. Mai, dem Internationalen Tag der Pflegenden, in Düsseldorf von Landes-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann mit dem Pflegepreis NRW 2026 in der Kategorie „Politische Haltung“ ausgezeichnet worden. Sie belegte den zweiten Platz. Der Preis wurde von der Pflegekammer NRW vergeben. 

Petra Krause erhielt den Pflegepreis NRW von Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. Er würdigte ausdrücklich die mit dem Pflegeberuf einhergehende Haltung und Verantwortung: „Die Preisträgerinnen und Preisträger haben auf verschiedene Art bewiesen, dass sie eine Haltung haben und Verantwortung übernehmen: für sich, die Kolleginnen und Kollegen sowie die Patientinnen und Patienten. Sie geben der Pflege ein Gesicht. Ich danke Ihnen für Ihr Engagement und Ihre Ideen, mit denen Sie die Pflege bereichern, und gratuliere Ihnen ganz herzlich!“

Sandra Postel, Präsidentin der Pflegekammer NRW, ergänzte: „Wir feiern heute Menschen, die ihre Arbeit mit Leidenschaft leben und die Pflege aktiv mitgestalten. Ihr Handeln inspiriert Kolleginnen und Kollegen, stärkt den Berufsstand und zeigt, wie Pflege zukunftsfähig gestaltet wird.“

Porträt von Petra Krause
Petra Krause, Pflegedirektorin am EvKB und Krankenhaus Mara in Bielefeld, wurde am Tag der Pflegenden mit dem Pflegepreis in der Kategorie „Politische Haltung“ ausgezeichnet. Foto: Sarah Jonek

Petra Krause ist seit 45 Jahren Krankenschwester und steht für eine Pflege, die fachliche Kompetenz mit einer klaren gesellschaftlichen Haltung verbindet. Sie setzt sich entschieden für demokratische Grundwerte sowie gegen Extremismus, Rassismus und Diskriminierung ein. Als Mitgründerin der Initiative „Pflege gegen Rechts“ macht sie sichtbar, wofür der Pflegeberuf steht: für Menschlichkeit, Vielfalt und Respekt. Mit ihrem klaren Wertekompass, ihrer Dialogfähigkeit und ihrem unermüdlichen Einsatz für Bildung, Teilhabe und berufspolitisches Engagement gilt Petra Krause als prägende Stimme der Pflege in Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus.

Zudem engagiert sich Petra Krause in zahlreichen pflegepolitischen Gremien. Sie war zudem Mitglied im Errichtungsausschuss der Pflegekammer NRW und ist dort Mitglied in der Arbeitsgruppe für die Weiterentwicklung der Kinderkrankenpflege. 

Petra Krause freut sich über diese besondere Auszeichnung: „Ich nehme den Preis stellvertretend für alle Kolleginnen und Kollegen, die jeden Tag Haltung zeigen und sich für eine respektvolle, vielfältige und menschenwürdige Pflege einsetzen, entgegen. Pflege ist für mich immer auch eine gesellschaftliche Aufgabe – und wir tragen gemeinsam Verantwortung dafür, wie wir miteinander umgehen.“

Die weiteren Preisträger im Überblick:  

Andreas Fuhrmann belegte den ersten Platz in der Kategorie „Politische Haltung“. Er ist Gründer des Vereins „Jung & Alt – ambulante soziale Hilfen e.V.“ im Kreis Höxter, der sich für eine ganzheitliche, selbstbestimmte Pflege einsetzt und die Bedürfnisse der Menschen in den Mittelpunkt stellt. 

Der dritte Platz ging an Wolfgang Pasch aus Düsseldorf. An der Fliedner Fachhochschule gestaltet er Studiengänge im Bereich Pflege und Gesundheit und vermittelt nicht nur fachliches Wissen, sondern auch das professionelle Selbstverständnis zukünftiger Pflegefachpersonen. 

In der Kategorie „Newcomer“ wurde Jessica Ann Kremer ausgezeichnet. Die Auszubildende bei der Caritas in Hamm hat ein Ampelsystem für Bewohnerzimmer entwickelt, das den Status von Palliativversorgung, Patientenverfügungen und Notfallkontakten auf einen Blick sichtbar macht.