Rainer Wollenburg steht auf der Tribühne im Fußball-Stadion und hält jubelnd beide Arme in die Höhe.

Menschennah | Geschichten aus Bethel

Schwarz-weiß-blaue Leidenschaft mit der Arminenschmiede

An den Wänden hängen ein Mannschaftsposter, Wimpel und Schals, am Schrank baumelt ein Trikot. Allesamt in den Farben Schwarz, Weiß und Blau. Wer Rainer Wollenburg in seinem Zuhause in Bielefeld besucht, merkt gleich: Hier, an der Gadderbaumer Straße, wohnt einer, dessen Herz für Arminia Bielefeld schlägt. Seine Leidenschaft für den Fußballverein lebt der Mann, der in der Betheler Werkstatt Kracks tätig ist, seit vielen Jahren in der Arminenschmiede aus.


„Arminia-Fan bin ich schon seit meiner Schulzeit“, erzählt Rainer Wollenburg, heute 59 Jahre alt. Damals wohnte er an der Hardenbergstraße im Bielefelder Westen und hörte an Spieltagen den „Roar“, den Jubel der Zuschauer im Stadion, das damals noch „Alm“ hieß. Es dauerte nicht lange, bis der jugendliche Rainer Wollenburg selbst Heimspiele besuchte. Das Arminia-Fieber, das ihn damals packte, hat ihn seither nicht mehr losgelassen. Der großgewachsene, sanftmütige Mann ist mit dem DSC während der vergangenen Jahrzehnte im Fahrstuhl durch die Ligen gefahren, hat all die Aufs und Abs miterlebt. Er hat gefeiert und gelitten.

Inzwischen erlebt er Arminia in der Gemeinschaft der Betheler Arminenschmiede. Der inklusive Fanclub wurde 2004 gegründet, und Rainer Wollenburg ist seit Beginn an dabei. Höhepunkte waren auch für ihn in den vergangenen Jahren die Reisen mit der Schmiede in die Winter-Trainingslager der Profis in der Türkei und in Spanien.


„Wir wohnen im selben Hotel wie die Mannschaft, und es gibt immer einen Fan-Abend, an dem man so schön mit den Spielern sprechen kann“, zählt Rainer Wollenburg auf, was ihm an diesen Tagen im Ausland am besten gefällt. Auch bei Besuchen der Trainings und Testspiele ist – sofern Corona es zulässt – eine besondere Nähe zur Mannschaft möglich. Vor allem einen Arminen hat Rainer Wollenburg in sein Herz geschlossen – allerdings ist das kein Spieler oder Trainer. „Ich kenne Rainer Schonz, den Zeugwart“, sagt er, „der ist sehr nett.“

»Wir wohnen im selben Hotel wie die Mannschaft, und es gibt immer einen Fan-Abend, an dem man so schön mit den Spielern sprechen kann.«
Rainer Wollenburg | Arminia-Fan

Rainer Wollenburg ist ein aktiver Mensch, er spielt gern Tischtennis und schlägt regelmäßig im Verein Integra Bielefeld auf. Auch in der integrativen Öffentlichkeitsarbeit von Bethel wirkt er mit: Rainer Wollenburg begleitet Informationsveranstaltungen und Führungen und beantwortet Fragen der Bethel-Besucherinnen und -Besucher. 

Zur Arbeit fährt Rainer Wollenburg mit dem Bus, dort ist er schon seit 36 Jahren tätig. „Ich schleife und fräse Grillzangen“, sagt er. Ganz verschiedene Modelle sind es, die Rainer Wollenburg schon bearbeitet hat. Besonders gut gefallen ihm selbstverständlich jene mit Arminia-Schriftzug.

Text: Philipp Kreutzer | Foto: Christian Weische

Diese Geschichte einfach gesprochen

Rainer Wollenburg (59) arbeitet in der Werkstatt Kracks von prowerk in Eckardtsheim. Er ist seit seiner Jugend Fan von Arminia Bielefeld. Im integrativen Fanclub Arminenschmiede trifft er viele andere Anhänger. Höhepunkte für die Fans sind die Reisen ins Trainingslager der Profis. Rainer Wollenburg war schon oft dabei.

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