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29.08.2019

Inklusionshotel in Bad Neuenahr


Blick auf Reben trotz Bahnhofsnähe: Das Hotel Zum Weinberg in Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Netzwerk des Vertrauens: Über die gute Zusammenarbeit freuen sich (v.l.) Architekt Volker Michalowicz, Bethels Vorstandsvorsitzender Pastor Ulrich Pohl, Architektin Nicole Berghaus, Guido Orthen, Kay Andresen, Pastorin Dr. Johanna Will-Armstrong und Uli Schmidt vom Sozialministerium Rheinland-Pfalz. Foto: Robert Burg

Bethel Hotel Zum Weinberg


In Bad Neuenahr-Ahrweiler baut Bethel jetzt ein Inklusionshotel. Es ist – nach dem Ausbildungshotel Lindenhof in Bielefeld und dem Hotel Grenzfall in Berlin – das dritte Bethel-Gästehaus, in dem Menschen mit und ohne Behinderungen arbeiten. „Hotel zum Weinberg“ wird das mit 72 Zimmern und 138 Betten ausgestattete Haus heißen, im Hinblick auf die idyllische Lage der Ahrtal-Kleinstadt.

Bethel hatte sich an einem städtischen Wettbewerb für ein Inklusionshotel beteiligt und den Zuschlag erhalten. Das Hotel an der Hauptstraße 62 wird sich in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof befinden, integriert in den Max-Meier-Park. Die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler fördert die Bethel-Pläne und stellt das Grundstück für den Neubau im Rahmen eines Erbpachtvertrages von zunächst 30 Jahren zur Verfügung, mit Option auf weitere Verlängerung. „Es ist ein Netzwerk des gegenseitigen Vertrauens entstanden“, lobte Bürgermeister Guido Orthen die Zusammenarbeit mit den Bethel-Akteuren. Geschäftsführer der gegründeten „Bethel Hotel Zum Weinberg gGmbH“ sind Bethel-Vorstand Pastorin Dr. Johanna Will Armstrong und Dipl.-Ing. Kay Andresen aus Bad Neuenahr.

Im „Hotel Zum Weinberg“ entstehen acht Vollzeitarbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen. Hinzu kommen zwölf weitere Vollzeitarbeitsplätze für den Betrieb eines „Hotel garni“. „Garni“ bedeutet, dass es zwar ein Frühstück, aber kein Restaurant geben wird. Ein erheblicher Teil der Zimmer ist behindertengerecht ausgestattet: Sechs Zimmer werden als rollstuhlgerechte Zimmer eingerichtet. Weitere jeweils sechs Zimmer werden für seh- und für hörgeschädigte Menschen eingerichtet und mit speziellen assistiven Technologien ausgestattet.

In den Hotelneubau investiert Bethel rund 6,7 Millionen Euro, für Einrichtung und Ausstattung weitere 750.000 Euro. In dem Weinort an der Ahr engagiert sich Bethel bereits mit dem stationären „Hospiz im Ahrtal“, das ebenso wie das Hotel vom Architekturbüro „Berghaus + Michalowicz“ erbaut wurde. Baubeginn ist im Herbst 2019. Zwei Jahre später – und damit rechtzeitig zur Bundesgartenschau in Bad Neuenahr-Ahrweiler – soll der Betrieb aufgenommen werden.


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