Ihr Radio ist für Gerda Eberlein ein echter Schatz. Wenn sie es einschaltet und die Musik hört, schließt sie die Augen. Erinnert sich an die schönen Jahre, die sie mit ihrem Mann und den Kindern hatte. Und freut sich besonders, wenn sie die Stimme ihres Sohnes hört. Er ist Radiomoderator, wohnt aber einige Autostunden entfernt von Bethels Hospiz in Bad Kösen, in dem Gerda Eberlein lebt. Das Radio ist die Verbindung zwischen Mutter und Sohn. Die 86-Jährige ist so glücklich, wenn er den Wetterbericht spricht und ihr versteckte Grußbotschaften sendet wie: „In Bad Kösen scheint die Sonne.“ Ihr Herz hüpft dann vor Freude.

»Es ist zwar kein Kinderspiel, das Leben zu Ende zu leben. Aber das gute Miteinander hier im Haus tut mir gut und hilft mir.«
Im Herbst 2025 ging es Gerda Eberlein sehr schlecht. Ihre Bauchschmerzen waren unerträglich. Was genau ihr fehlte, weiß sie nicht. Sie möchte es nicht wissen. „Sonst würde ich verrückt werden“, sagt sie. Klar ist: Gerda Eberlein ist unheilbar krank. Allein in ihrer Wohnung zu leben, ist nicht mehr möglich. Des halb zog sie in das Hospiz. „Am Anfang war ich traurig, nicht mehr zuhause zu sein“, erzählt sie. „Aber mittlerweile sage ich: Hier zu sein ist wie ein Sechser im Lotto.“ Gerda Eberlein schätzt die Rund-um-die-Uhr-Versorgung und die Empathie der Mitarbeitenden. Sie fühlt sich respektiert – auch in ihrem Wunsch, nichts über ihre Krankheit wissen zu wollen. Medikamente nehmen ihr die Schmerzen.
Lebensfreude empfindet Gerda Eberlein in den Begegnungen mit anderen Gästen des Hauses. Wie wichtig Gemeinschaft ist, musste sie beim Tod ihres Mannes schmerzlich erfahren. Er starb während der Corona-Pandemie allein in einem Krankenhaus, sie durfte ihn nicht besuchen. Umso dankbarer ist sie, im Hospiz mit anderen Menschen zusammensitzen und reden zu können. „Es ist zwar kein Kinderspiel, das Leben zu Ende zu leben“, sagt Gerda Eberlein. „Aber das schöne Miteinander hier im Haus tut mir gut und hilft mir.“
Text: Philipp Kreutzer | Bild: Christian Weische
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Gerda Eberlein ist unheilbar krank. Sie kann nicht mehr allein leben. Deshalb ist sie in ein Bethel-Hospiz gezogen. In dem Hospiz wird den Menschen geholfen. Tag und Nacht sind Mitarbeiter vor Ort. Medikamente lindern Schmerzen. So wird die Angst kleiner. Gerda Eberlein ist jetzt immer unter Menschen. Das tut ihr gut.
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Lazarus Hospiz Bad Kösen
Elly-Kutscher-Str. 8
06628 Naumburg OT Bad Kösen
Telefon: +49(0)34463 60 10 0
E-Mail: hospiz-bad-koesen(at)lobetal.de
Angebote & Leistungen
Das Lazarus Hospiz Bad Kösen ist ein Ort der Geborgenheit und des würdevollen Abschieds, getragen von christlichen Werten und fürsorglicher Begleitung. In dem modernen, ebenerdigen Gebäude mit seinem einladenden Atrium finden 16 Gästen ein temporäres Zuhause. Jedes Zimmer verfügt über ein eigenes, barrierefreies Bad und ermöglicht durch seine helle, freundliche Gestaltung sowohl Privatsphäre als auch Gemeinschaft. Die überdachte Terrasse lädt zum Verweilen in der Natur ein – auch für bettlägerige Gäste.
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