„Ich hatte eine ganz tolle Kindheit und habe in meinem Leben viel Glück gehabt“, sagt Jürgen Männel. Das ist aus seinem Mund ein bemerkenswerter Satz. Warum? Weil er in einem Kinderheim aufwuchs. In der Gütersloher Einrichtung, die heute als Haus Ibrügger zu Bethel gehört, erhielt Jürgen Männel liebevolle Aufmerksamkeit und lernte so viel fürs Leben, dass er heute, mit 53 Jahren, ein erfolgreicher Unternehmer ist. Und ein Mensch, der das Herz am rechten Fleck hat.
Als er 2025 die Nachricht von einem Brand im Haus Ibrügger erhielt, „ist für mich eine Welt zusammengebrochen“, erzählt Jürgen Männel. Was er dann tat, ist typisch für ihn: Er packte an. Und sammelte mit einem Spendenprojekt und einer Tombola rund 12.000 Euro ein. Geld, das den Kindern und Jugendlichen, die das Haus Ibrügger nach dem Brand vorübergehend verlassen mussten, zugutekommt. Es soll für Dinge eingesetzt werden, die die Versicherung nicht zahlt. „Es war mir eine Herzensangelegenheit, etwas zurückzugeben“, sagt Jürgen Männel.


