Menschennah | Geschichten aus Bethel

Immer in Bewegung

Konzentriert rückt Patrick Engel einen Wischmopp und ein darauf liegendes Wäscheetikett auf der Arbeitsplatte zurecht. Als er die richtige Position gefunden hat, drückt er den Hebel der Patchmaschine nach unten. Der Hitzedruck des Geräts verbindet die beiden Stoffstücke fest miteinander. So fest, dass weder Wäsche noch Heißmangel sie auseinanderbringen können.
 
Bei Patrick Engel, der schon den nächsten Wischmopp ausrichtet, sitzt jeder Handgriff. Seit drei Jahren ist der 31-Jährige im brandenburgischen Dreibrück in einer Nähwerkstatt der Hoffnungstaler Werkstätten beschäftigt. Er ist dort an der Patchmaschine tätig, näht aber auch Stofffilter für Klimaanlagen und setzt Schraubenkomponenten für Solarpaneele zusammen. Aufträge wie diese erhalten die Hoffnungstaler Werkstätten von kleinen Betrieben genauso wie von Weltmarktführern.

»Ich komme gern zum Arbeiten, das macht mir Spaß.«
Patrick Engel

Schon seit 5.30 Uhr ist Patrick Engel auf den Beinen. „So habe ich Zeit, mich in Ruhe fertigzumachen und zu frühstücken“, erzählt er, der gleich neben der Werkstatt in einem ambulant betreuten Angebot für Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen wohnt. An drei Tagen in der Woche arbeitet er in der Nähwerkstatt, an den anderen beiden Werktagen ist Patrick Engel an einem betriebsintegrierten Arbeitsplatz bei einem Landwirt tätig. „Ich komme gern zum Arbeiten, das macht mir Spaß“, sagt er.

Eigenes Geld zu verdienen ist für ihn ein wichtiger Aspekt seiner Beschäftigung. Aber er mag es auch, andere Menschen zu treffen und Verantwortung zu übernehmen. Von Gruppenleiterin Christin Teske erhält Patrick Engel häufig die Aufgabe, Material aus dem Lager zu holen und an Kolleginnen und Kollegen zu verteilen. Das ist ein Job, der ihm auch in anderer Hinsicht gefällt, wie er verrät: „Die ganze Zeit an einer Stelle zu sitzen ist nichts für mich. Ich bewege mich gern.“
 
Text: Philipp Kreutzer | Bild: Frederic Schweizer

Diese Geschichte einfach gesprochen

Patrick Engel arbeitet an drei Tagen in der Woche in einer Nähwerkstatt. An den anderen beiden Werktagen der Woche ist er auf dem Hof eines Landwirts tätig. Er arbeitet gern. Denn so verdient er etwas Geld. Außerdem trifft er bei der Arbeit andere Menschen. Auch das gefällt ihm.

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Kontakt

Hoffnungstaler Werkstätten gGmbH
Sydower Feld 1
16359 Biesenthal


03337 430-0
wfbm(at)lobetal.de

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Die Hoffnungstaler Werkstätten gGmbH bietet an acht Standorten in Brandenburg 907 Menschen mit Behinderungen Teilhabe am Arbeitsleben. Davon über 775 Plätze im Arbeitsbereich, 83 Plätze im Berufsbildungsbereich und 49 Plätze im Förder- und Beschäftigungsbereich.

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