Frau hält ein Buch und lächelt.

Als Tochter eines Kripobeamten und einer Mutter, die bei der Polizei gearbeitet hat, ist es nicht verwunderlich, dass Heike Rommel die Liebe zu einem guten Krimi in sich trägt. Die in Bielefeld lebende Krimiautorin und langjährige Bethel-Mitarbeiterin hat gerade ihren achten Krimiband mit dem Titel „Heller Sand und dunkler Tod“ herausgebracht. Ein neunter Krimi ist bereits in Planung. Dass sie die Liebe zum Schreiben durch ein Pen-and-Paper-Spiel entdecken würde, hätte sie damals selbst nicht geglaubt.

Ihren ersten Roman „Zwischen Schatten und Licht“, der 2014 erschien, schrieb sie neben ihrer Tätigkeit in Bethel. Wegen ihrer Arbeit an den Wochenenden oder im Urlaub brauchte sie bis zur Fertigstellung des Buchs zwei Jahre. Den Weg nach Bethel fand Heike Rommel durch einen Nebenjob während ihres Studiums. In jener Zeit arbeitete sie als Nachtwache im Haus Enon. Später folgten weitere Stationen in Bethel. Bevor sie Anfang 2024 in die Altersteilzeit ging, war sie viele Jahre in der TGA Adullam tätig. Nun engagiert sie sich neben ihrer Autorentätigkeit ehrenamtlich in der Gemeindebibliothek in Bethel.

Eine Frau hält ein aufgeschlagenes Buch.

Die Liebe zu Büchern begleitet Heike Rommel schon ihr ganzes Leben. Besonders die Gattung des Krimis hat es ihr dabei angetan. Ihr gefällt daran besonders die Vielseitigkeit und die große Auswahl an Kriminalromanen auf dem Markt. Sie mag es, dass sich die Handlung in den Romanen um Themen wie Schuld, Sühne und Gerechtigkeit dreht und dass gesellschaftlich relevante Themen aufgegriffen werden.

Zum Schreiben selbst kam die damals Mittdreißiger bei einem Spielabend mit Freunden. Bei dem Pen-and-Paper-Spiel „Das schwarze Auge“ schrieb sie Geschichten und entwickelte eine ganze Fantasy-Welt, in der sich die Spieler bewegen konnten. Sie bemerkte, wie viel Spaß ihr das Entwickeln von Charakteren und das Erschaffen von magischen Welten macht. Aus den einzelnen Abenteuern entstanden drei umfangreiche Fantasy-Bände, die sie jedoch nicht veröffentlichte. Um sich in ihrem neuen Hobby weiterzubilden, kaufte sie sich autodidaktische Bücher und verbesserte so ihre Schreibtechnik. Später stellte sie jedoch fest, dass sie lieber Krimis schreiben wollte.

Heike Rommel entführt die Leser und Leserinnen in ihren Romanen in eine Welt voller Geheimnisse, Intrigen und überraschender Enthüllungen. In ihren Krimis stehen aber auch vermehrt innere Konflikte der handelnden Figuren im Zentrum. Heike Rommel interessiert sich für „das Warum einer Tat“. Denn „ein innerer Konflikt kann viel spannender sein als ein blutrünstiger Mord“, findet sie. Auch Nebenhandlungen sind ihr wichtig. In ihren Krimis geht sie deshalb auch auf die Gefühle derer ein, die jemanden durch einen Mord verloren haben. Einige der Schauplätze ihrer Geschichten befinden sich in Bielefeld, beispielsweise in der Nähe der Kunsthalle. In ihrem neuen Roman löst Kommissar Dominik Domeyer jedoch erstmals einen Fall auf der Nordseeinsel Norderney.

»Ein innerer Konflikt kann viel spannender sein als ein blutrünstiger Mord.«
Heike Rommel

Eine „Lieblingsschreibzeit“ hat die Autorin beim Verfassen ihrer Romane auch. Sie nutzt gern die ersten Stunden des Tages, um am Schreibtisch zu sitzen. Bevor sie mit dem wirklichen Schreiben anfängt, erstellt sie sich eine Struktur. Dabei arbeitet sie zunächst das Handlungsgerüst des Buchs aus und überlegt sich, welche Handlungsstränge vorkommen sollen. Dann legt sie die Hauptfigur fest und macht sich Gedanken zu möglichen Handlungshintergründen. Danach erstellt sie eine (vorläufige) Szenenplanung für ihren Kriminalroman. Einzelne Szenen können sich während des Schreibprozesses aber noch verändern.

Und wenn Heike Rommel gerade keinen Roman selbst schreibt, dann liest sie einen. „Ich lese über 50 Prozent Krimis in meiner Freizeit“, betont sie. Und auch den klassischen Tatort im Fernsehen schaut sie – wenn auch nicht so gern. „Ich bin, wenn ich Krimis anschaue, tatsächlich ein bisschen wählerisch. Ich schau‘ dann gerne eine Serie, die sich um einen ganzen Kriminalfall dreht und ihn von verschiedenen Seiten beleuchtet.“ 

Text: Mira Petzolt | Bild: Matthias Cremer

Diese Geschichte einfach gesprochen

Heike Rommel arbeitet in Bethel und schreibt in ihrer Freizeit Krimi-Bücher. Sie liebt Bücher seit sie klein ist. Durch ein Spieleabend mit Freunden kam sie auf die Idee Bücher zu schreiben.

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