Bäume strecken ihre kahlen Äste in den blauen Himmel, und Spatzenbanden machen Rabatz in den Hecken. Ein kleiner Traktor tuckert vorbei. Auf den Spielplätzen ist viel los, doch Angelo Napoletano zieht es erst mal in den Streichelzoo des Bielefelder Tierparks. Als sich eine Ziege freundlich nähert, kniet er vor ihr nieder und lässt ihre Barthaare durch seine Finger gleiten. Auch an den Ohren wird der zutrauliche Vierbeiner gekrault. Angelo Napoletano, der von Bethel betreut wird, strahlt. Er genießt es, einen Ausflug zu machen.
Bethel - Schon auf dem Weg wird fröhlich gesummt
Der 36-Jährige lebt in einer Betheler Einrichtung für Menschen mit geistigen Behinderungen, Autismus-Spektrum-Störungen und psychischen Erkrankungen. Zur Arbeit geht er in eine Werkstatt. Heute aber nicht! Stefanie Wiegmann hat ihn abgeholt, und schon die Fahrt zum Tierpark gehört zum Freizeitprogramm. Laut soll „Steffi“ die Musik im Autoradio für ihn aufdrehen. „Dazu summt Angelo dann mit“, erzählt die ehemalige Krankenschwester, die sich inzwischen für mehr Teilhabe für Menschen mit Behinderungen engagiert. Dank Spenden ist es möglich, kleine Ausflüge, Konzertbesuche oder anderes, was mehr Freude in das Leben der Menschen bringt, zu finanzieren.

Freude machen Angelo Napoletano auch die Rutschen und Klettergerüste im Tierpark. Er will sie ausprobieren. Am liebsten alle. Ehrgeizig will er bis zur Spitze des Turms. Und schafft es auch. Stolz streckt er den Arm in die Höhe. Wenn ihm etwas gefällt, sieht man das deutlich. Auf Fragen reagiert er mit einem Nicken oder Kopfschütteln. Und so kann Stefanie Wiegmann herausfinden, dass er noch zu den Bären und Rehen möchte. Bevor es wieder nach Hause geht, darf aber ein Programmpunkt nicht fehlen. Den Wunsch teilt er mit vielen Menschen, wie die Tische der Gaststätte zeigen: Limo und Pommes frites. „Mit Majo?“ Ein entschlossenes Nicken. Auch das ist Teilhabe.
Text: Heike Lepkojis | Bild: Christian Weische
Diese Geschichte einfach gesprochen
Im Tierpark besucht Angelo Napoletano gern den Streichelzoo. Er lebt in einer Bethel-Einrichtung für Menschen mit geistigen Behinderungen, Autismus-Spektrum-Störungen und psychischen Erkrankungen. Betreuerin Stefanie Wiegmann begleitet ihn bei dem Ausflug. Er streichelt eine Ziege, rutscht und klettert auf dem Spielplatz. Das macht ihn glücklich.
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